Von: Ralf Trapp, 18.03.2020

Der Titel klingt abgedroschen und nach Kalenderspruch. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass für die Software Branche, in dieser Krise eine grosse Chance steckt. Eine Chance, die es nun zu aktivieren gilt.

Es wird dieser Tage viel geschrieben über das Virus. Als die ersten Meldungen aus China kamen, dachten wir alle sicherlich noch „das ist weit weg, das betrifft uns nicht“. Und nun sitzen viele von uns im Homeoffice aka Küchentisch (ich auch) und arbeiten aus dem Home-Office Remote.

Im Nachhinein betrachtet, hätte man es kommen sehen können. Aber das was jetzt passiert ist, damit hat wohl niemand gerechnet — ich auch nicht. Insofern: Hinterher ist man immer klüger. Wobei ich persönlich glaube, dass „hinterher“ noch ein wenig auf sich warten lässt.

Ich schreibe diesen Text am 18. März 2020. In China, wo die Pandemie im Dezember ihren Anfang genommen hat, gehen die Infektionszahlen zurück. China hat allerdings auch sehr drastische Massnahmen beschlossen. Sehr viel weitgehendere, als das was wir hier erleben. Sobald die Einschränkungen wieder zurück genommen werden, da bin ich sicher, werden die Fallzahlen wieder ansteigen. Pandemien kommen in Wellen, wie das Robert-Koch-Institut auf der Pressekonferenz betont hat. Und derweil verhängt die erste Stadt/Gemeinde in Deutschland die Ausgangssperre.

Und ich glaube auch, dass das zwar die erste, aber nicht die letzte Pandemie ist, die uns treffen wird. Und wieder: Hätte man diesen Satz vor einem halben Jahr gesagt, dann wäre man wahrscheinlich belächelt worden. Genau so belächelt wäre man worden, wenn man darüber spekuliert hätte, dass eines Tages Toilettenpapier, Eier, Milch, Teigwaren, Butter, … ausverkauft sein könnten. Das ganze Szenario erinnert entfernt an die Netflix-Serie The Rain, die ich vor vor kurzem gesehen habe und als sehr gut gemachte Fiktion angesehen habe. So kann man sich irren.

Was hat das alles nun mit Software zu tun?

Ich glaube, dass es kaum eine Branche gibt, die vom Wesen her, so gut für die Remote-Arbeit geschaffen ist wie die Softwarebranche. Die Menschen, mit denen wir arbeiten sind technik-affin. Unser Equipment ist in der Regel mobil. Das Wichtigste, was wir brauchen, um kreativ zu sein haben wir immer bei uns: Unseren Kopf und unser Gehirn. Was wir dazu noch brauchen, sind Methoden für die gemeinsame Arbeit an etwas während man entfernt voneinander ist. Wir brauchen gemeinsame Werte und Regeln. Die Firma, die es nun schafft, aus der Not eine Tugend zu machen, die Regeln der Zusammenarbeit erfolgreich implementiert, ein funktionsfähiges Remote-Team aufstellt, diese Firma ist nicht nur für die nächste Pandemie gerüstet sondern skaliert auch viel leichter: Projekt-Teams lassen sich viel leichter ad-hoc zusammenstellen und weltweit rekrutieren. Statt in statische Büros sollte in Menschen und in Kollaborations-Equipment wie z.B. Kollaborations-Software und Zugangstechnik investiert werden. Die Firma, die diesen Umschwung schafft geht nicht nur gestärkt aus der Krise hervor sondern sogar als Gewinner.

Und damit ist auch der Bogen zu unserer Mission geschlagen: Die Firma die das schafft, geht als Gewinner die nächsten Schritte. Gewinner-Unternehmen lassen sich viel besser und leichter an die Nachfolge übergeben. Warum nicht jetzt schon damit anfangen, dein Unternehmen arbeitsfähig halten und im gleichen Zug für die Zukunft bereit machen?

Wenn dich das nachdenklich gemacht hat und du meinst, du hast Verbesserungspotential in deiner Firma, kontaktiere uns über das Kontaktformular.